Ein weiterer Neuzugang in meiner Drachentasche!

Der Anlass liegt zwar schon etwas zurück, bot aber sicherlich keinen Grund zur Freude. Wenn ein Drachenfreund für immer geht, sollte man die Erinnerung an ihn und sein Schaffen bewahren. Wie könnte man das besser umsetzen, als seine Drachen und sonstigen Arbeiten vor dem Verkauf zu bewahren und sie immer wieder steigen zu lassen? Dabei erlebt man all die gemeinsamen Stunden auf der Drachenwiese oder am Strand noch einmal. Mach’s gut, Klaus.
Bei der Übernahme der Krake, die Klaus Ue. aus D. seinerzeit gebaut und in Form eines Bauplans dokumentiert hat, bin ich nicht nur in den Besitz des Originalbauplans, sondern auch des Schriftverkehrs bezüglich einer Weitergabe dieses Plans an zwei „Drachenfreunde“ gekommen.
Nach all den Jahren, in denen dieser Bauplan im deutschen Drachenforum geteilt wird und inzwischen auch auf kiteplans.org aufgetaucht ist – übrigens mit dem Stempel des Autors auf jedem einzelnen Blatt, was man durchaus als Urheberrechtsvermerk verstehen könnte –, stelle ich mir eine Frage: Warum kann man den Wunsch des Erstellers, der mit der Übersendung geäußert wurde, nicht respektieren, wenn man einen Plan von ihm bekommt? Der Plan sollte nicht unkontrolliert kopiert und verteilt werden. Was der Autor wollte, war lediglich eine Rückfrage, ob er der Weitergabe zustimmt.
Wer diese „Drachenfreunde” waren, lässt sich anhand der vorliegenden Korrespondenz leicht beweisen.
Aber warum sollte es bei der „Krake” anders sein als bei vielen anderen Drachen oder als bei dem „Blauen Elefanten” vom gleichen Erbauer? Kopieren ist halt einfacher, als sich selbst etwas zu überlegen.